Geschichte

Jubiläum

Im Jahre 2014 wird der EHC Ibach 50 Jahre alt. Ehemalige und Aktive feiern dieses Jubiläum am 14. Juni  2014.

Die Anfangsjahre

Am Montag,14. September 1964, fand im Restaurant Kreuz in Ibach die Gründungsversammlung des EHC Ibach statt. Aus dem Protokoll dieser Versammlung  geht hervor, dass im neu gegründeten Verein nicht nur die sportliche Leistung, sondern viel mehr aufrichtige Kameradschaft und ehrlicher Teamgeist angesagt ist. Als erster Präsident wurde David Inderbitzin ernannt. Die Gründungsmitglieder setzten sich vor allem aus ehemaligen aktiven Fussballerspielern des FC Ibach zusammen. Das erste Eisfeld wurde beim Schiessstand Schachen in Hinteribach angelegt. Es musste alles selber angeschafft werden, wie zum Beispiel die Lichtanlage oder eine Motorpumpe, welche das nötige Wasser aus der Muota pumpte. Wurde diese Pumpe überstrapaziert, fing sie zu qualmen und zu brennen an! Es lebe die Pionierzeit!  Bis ins Jahr 1967 wurde auf dem Schachen-Eis gespielt. Ein erstes offizielles Spiel der Ibächler-Mannschaft fand auswärts gegen den EHC Erstfeld statt und ging mit 2:6 verloren. Im Februar 1965 sah die Sportwelt erstmals die Ibächler auf eigenem Eisfeld die Kunst des Eishockeyspiels vortragen. Nach einem wahren Startfurioso wurde der Gegner aus Flüelen mit 5:3 ins Urnerland zurückgeschickt. Speziell in dieser Zeit war, dass Spiele die auf 16.00 Uhr angesetzt wurden, nur durchgeführt werden konnten, wenn es tagsüber genug kalt war. War dies nicht der Fall, wurdendie Spiele kurzfristig auf abends 20.00 Uhr verschoben. Nach einem kleinen Durchhänger, wurde ab dem Jahr 1970 beim Christophorus-Schulhausplatz ein geeigneter Ort für eine Natureisbahn gefunden. 1973 gab es auf diesem Eisfeld ein Propagandaspiel zwischen den Fussballteams des FC Ibach und des FC Brunnen. Beim siegreichen FC Ibach spielte damals noch ein gewisser Karl Engel, später Torwart der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.

Neuanfang auf der Kunsteisbahn Zingel

Plötzlich wurde es bedenklich ruhig um den EHC Ibach und der Club schien in der Versenkung zu verschwinden. Die Eröffnung der Kunsteisbahn Zingel in Seewen im Jahre 1977 jedoch hauchte dem Verein neues Leben ein. Auch Mitglieder des EHC Ibach beteiligten sich mit zahlreichen Frohndienststunden am Neubau der Eisbahn. Die KEB Zingel wurde damals für eine Trainingsstunde pro Woche gemietet. Mehr ließen die Finanzen des Vereins nicht zu.

Ab anfangs der 80er-Jahre nahm der EHC Ibach erstmals am damaligen Senioren-Cup teil. Der dadurch entstandene finanzielle Mehraufwand (Eismiete, Funktionärs- und Schiedsrichter-kosten) konnte nicht mehr allein durch Mitgliederbeiträge gedeckt werden, weshalb zu einer großen Gönneraktion im Dorf Ibach aufgerufen wurde.  Dieser Spendenaufruf zeigte, dass das Dorf Ibach hinter seinem EHC stand.

Bis ins Jahre1984 war der Verein statutenlos. Anlässlich einer legendären Vereins-Versammlung am 14. Mai 1984 im Restaurant Rose, Ibach, legte der Vorstand den Mitgliedern die Statuten zur Annahme vor. Obwohl diese durch den damaligen Rechtsdienst des Polizeidepartements gratis überarbeitet wurden und deshalb juristisch abgesegnet waren, konnte die ersten Statuten erst nach langen, harten Wortgefechten genehmigt werden.

Die 90er-Jahre

Bei bester Gesundheit steuerte der EHC Ibach in die 90er-Jahre. Die meisten Gründungsmitglieder hatten sich inzwischen von der Eisfläche zurückgezogen und überließen den jungen, aufstrebenden Talenten den Platz. Mit einem prächtigen Fest feierte die EHC-Familie im Jahre 1994 sein 30 jähriges Bestehen. Nebst dem wöchentlichen Trainingsbetrieb jeweils am Freitagabend von 22.30 bis 24.00 Uhr, in den Monaten Oktober bis Februar, fanden auch immer wieder Freundschaftsspiele statt. Beim neu ins Leben gerufenen Zingel-Cup ab dem Jahre 1997 war man ein gern gesehener Gast, welcher die meist zahlreichen Zuschauer zu begeistern wusste. Spielte der EHC Ibach, war ein Offensivspektakel garantiert. Der Legende nach, streiffte ab und an auch ein Spieler mit dem russisch klingenden Namen "Alleinikov" das EHC-Trikot über. Schon bald aber wurde bemerkt, dass es sich um einen Schweizer Bürger handelte, dessen Name sich auf Grund seiner eigensinnigen Spielweise von selber ergab.

Vision 2000

Der Vorstand  gab sich mit der Vision 2000 den Auftrag den Verein mit viel Elan und Freude ins neue Jahrtausend zu führen. Es brauchte jedoch ein flammender, schriftlicher Appell des damaligen Aktuars an den Präsidenten, diese Vision 2000 auch umzusetzen. Auch ein damals in Spanien lebendes Vereinsmitglied musste mit einem legendären Schreiben den Vorstand ein wenig wachrütteln. Diese Appelle haben sich nur positiv ausgewirkt und der Eishockey-Club Ibach steht heute in der Blüte seines Bestehens. Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren jagen in den Wintermonaten auf dem Zingel-Eis mit viel Herz und Leidenschaft dem schwarzen Kobold hinterher. Der eine oder andere Spieler hofft sicher insgeheim in den Notizbüchern eines Scouts aus der National Leaque oder aus Übersee Aufnahme zu finden. Träume sind erlaubt, doch dies ändert nichts am damals von den Gründervätern herausgegebenem Ziel:

 "Nicht nur die sportliche Leistung, sondern viel mehr aufrichtige Kameradschaft und ehrlicher Teamgeist sind angesagt"


                                                                                                             

Bote der Urschweiz 2014-06-27.pdf Bote der Urschweiz 2014-06-04.pdf